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Bauherr und Auftraggeber:
Senatsverwaltung für Bauen, Wohnen und Verkehr, Berlin

Bauzeit:
1997

Baukosten:
ca. 600.000 €

WKP-Leistungen:
Gutachten nach § 33 HOAI
Tragwerksplanung nach § 64 (6) HOAI
für den Wiederaufbau,
Denkmalschutz
Am 25.09.1996 wurde der Treppenaufgang am Warschauer Platz durch den Ausleger eines umstürzenden Mobilkranes stark beschädigt. Zu dieser Zeit war der Treppenaufgang nicht als öffentlicher Verkehrsweg zugelassen. Er wurde für die Niveauüberwindung vom Warschauer Platz zur Rudolfstraße von 9,35 m im Jahre 1910 erbaut und war denkmalgeschützt. Das Bauwerk besteht aus Klinkermauerwerk, die innenliegende Treppe wurde aus Granitblockstufen gewendelt ausgeführt.
Schadensaufnahme u.a.:
  • Das Dach war zu ca. 1/8 der Gesamtlänge zerstört und zusätzlich horizontal verschoben.
  • Teile der Außenwände waren nach außen gedrückt bzw. zum Teil bis zur Oberkante des Fundamentes zerstört.
  • Die Mauerwerksbrüstung an der Rudolfstraße war auf einer Breite von ca. 5,0 m zerstört.
  • Die Sandsteinornamentik und Sandsteinverkleidungs-Elemente hatten sich gelöst und drohten herunterzufallen.
Folgende Arbeiten wurden durchgeführt:
  • Rückbau und Sichern des Restdaches
  • Sorgfältiger Rückbau des oberen Gesimsbalkens
  • Rückbau von insgesamt drei Pfeilerteilen und der zerstörten westlichen Mauerwerksteile
  • Aufnehmen und Ausrichten sowie standfeste Verankerung der unteren Fundamentteile
  • Einbau neuer Stahlbetonstützelemente im Zusammenhang mit der Ausbildung eines neuen Stahlbetonringbalkens unterhalb der Dachkonstruktion
  • Verkleidung der Stahlbetonstützen mit Mauerwerk nach hist. Vorbild, Verblendung des Sandsteines.
  • Verklammern geschädigter Einzelbauteile
  • Rissverpressung im Mauerwerk
  • Wiederaufbau des Daches nach histor. Vorbild
  • Nachbrennen von Einzelformsteinen und Ersatz von zerstörten Verbandsteinen
  • Abbau und Neuaufbau der Sandsteinfassade am oberen Eingangsbereich
  • Einbau einer durchwurfsicheren Türkonstruktion im westlichen Nebengewölbeteil unter der Treppenanlage.
Die Wiederherstellung erfolgte in Zusammenarbeit mit den Denkmalschutzbehörden.