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Auftraggeber:
CBC Immobilien EntwicklungsGmbH & Co Objekt Hochstraße KG

Ausführungszeit:
1998 - 1999

Baukosten:
ca. 30 Mio. €

Leistungen:
Tragwerksplanung nach § 64 (1 - 5)
Integration eines bestehenden Hallenbades in den Hotelneubau

Der Hotelneubau, eine Stahlbetonkonstruktion mit zwei Untergeschossen und 14 Obergeschossen, wurde unmittelbar östlich vom bestehenden Stadtbad Mitte errichtet. Das alte Hallenbad wurde umgebaut und grundlegend erneuert. Unter Erhaltung der Dachkonstruktion wurden sowohl die beiden Schwimmbecken als auch die Tribünenkonstruktion abgebrochen. Es wurde ein neues Schwimmbecken mit Wettkampfmaßen eingebaut. Anstelle des zweiten Beckens und der Tribüne entstanden u.a. Räume für die Hotelverwaltung und ein Wellnessbereich. Vielseitige Herausforderungen ergaben sich aus dem Bauvorhaben durch das Bauen im Bestand. Neben der von vorneherein geplanten Sicherung der denkmalgeschützen Spannbetonbinder erwiesen sich im Zuge des Projektes noch andere Maßnahmen als erforderlich: Eine weitergehende Asbestentsorgung, die Abfangung von Dachpfetten und die Abstützung von Wandfundamenten.
Sicherung der Spannbetonbinder

Die vier Spannbetonbinder des Hallendaches lagerten mit einer Seite auf der Tribünenkonstruktion auf. Vor Abbruch der Tribüne mussten also zunächst provisorische Auflager für die Spannbetonbinder geschaffen werden. Die Binder wurden mit vier Stahlrohren (Ø 600 mm) abgestützt. Die Rohre waren mit Stahlprofilen HEA 200 und HEB 200 ausgesteift worden. Die Rohre standen auf Einzelfundamenten, die zuvor unterhalb der Gründungssohle des Neubaus erstellt worden waren. Zwischen Fundamenten und Rohren wurden Pressen angeordnet, um ein Justieren der Binder zu ermöglichen.
Abstützung von Wandfundamenten

Bei Aufstellung der Ausführungsstatik stellte sich heraus, dass die Kelleraußenwände nicht in allen Bauzuständen standsicher waren. Der Abbruch von Bauteilen, die bisher die horizontale Aussteifung übernahmen, konnte deshalb nur in kleinen Abschnitten erfolgen. Parallel wurden die Wandfundamente mit Hilfe von Stahlaussteifungen gegen bereits neu eingerichtete Bauteile abgestützt.

Umbauter Raum: 172.000 m³