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Bauherr/ Auftraggeber:
HEW Hamburg (seit 2006 Vattenfall Europe, Hamburg AG)

Bauzeit:
1986

WKP - Leistungen:
Entwicklung von Standardbaugruben
Ausführungsplanung
Im Rahmen des Neubaus der Fernwärmetransportleitung (Gesamtlänge 20 km) wurden diverse Standardbauteile entwickelt, um einen möglichst problemlosen Bauablauf zu ermöglichen. Für den Baugrubenverbau waren vom AG gewisse Forderungen einzuhalten:
  • Ausführung nach DIN 4124 und Bemessung für Brückenklasse 30/30, DIN 1072
  • Steifenfreier Raum für die Rohrverlegung von 1,80 m
  • Arbeitsraum musste so bemessen werden, dass Schweiß? und Isolierarbeiten sowie der Einbau und das Verdichten des Spezial-Sand-Gemisches im Bereich der Rohrzone fachgerecht ausführbar war
  • Vermeidung der Belästigung der Anwohner durch Rammarbeiten
  • Große Längen der Baugruben (ca. 600 bis 900 m), aufgrund langer Vorspannabschnitte der Rohrleitungen, die über einen großen Zeitraum offen zu halten sind
  • Handelsübliche untereinander austauschbare, variable Bauelemente
  • Investitionskosten der vorzuhaltenden Verbaumenge (1000 bis 1500 m Kanalbaugrube) minimal halten
  • kreuzende Fremdleitungen vor Ort in den Verbau aufnehmen
Aufgrund dieser Vorgaben wurde ein Rammträgerverbau mit vorgehängten Sielbohlen gewählt worden. Durch Einbau von 5 m langen Rammträgern sowie Anordnung nur einer Gurtlage mit Aussteifung waren Baugruben von 3,0 m Tiefe möglich. Für besondere Trassenabschnitte wurde das Baugrubensystem weiterentwickelt, so dass Baugrubentiefen bis 6,30 m erreicht wurden. Die Verbauträger wurden erschütterungsfrei mit einem Spezialgerät eingebracht. Überwiegend waren im Vorwege Entspannungsbohrungen notwendig. Die Träger wurden nach dem Verfüllen der Baugrube, unter gleichzeitigem Verdichten des umgebenden Bodens wieder gezogen.