FB
headerbild
Bauherr/ Auftraggeber:
HEW Hamburg (seit 2006 Vattenfall Europe, Hamburg AG)

Planungszeit:
2005

geschätzte Baukosten:
ca. 120 Mio. EUR

WKP-Leistungen:
Objektplanung nach § 55 (1, 2) HOAI
Das Heizkraftwerk (HKW) Wedel speist das bestehende Hamburger Fernwärmenetz über die Fernwärmetransportleitung Wedel-Haferweg. Aufgrund des wachsenden Fernwärmenetzbedarfes werden zukünftig größere Kapazitäten benötigt, die das bestehende Heizkraftwerk Wedel nicht stellen kann, so dass der Neubau eines weiteren HKW erforderlich wird. Die städtebaulichen Randbedingungen lassen einen weiteren Kraftwerk im Raum Wedel nicht zu, so dass Vattenfall Europe auf dem Gelände des ehemaligen Kraftwerks Moorburg bis zum Jahr 2012 ein neues Heizkraftwerk errichtet, welches das Kraftwerk Wedel ersetzen soll. Im Rahmen einer Voruntersuchung wurden verschiedene Trassenvarianten untersucht. Die geschätzte Trassenlänge beträgt ca. 12 km.

Als Verlegesysteme der Vor- und Rücklaufleitung ( je 1 DN900) wurden untersucht: (Die % geben den ungefähren Anteil an der Gesamttrasse wieder)
  • Freileitung ( Sockel- oder Stützenleitungen) 54 %
  • Erdverlegte Leitungen (Kunststoffmantelrohr) 27 %
  • HDD-Bohrung (3 x DN 1000) 8 %
  • Begehbarer Tunnel (DN 3500) 11 %
Bei der HDD-Bohrung (horizontal directional drilling) werden aufgrund der ungünstigeren Zugänglichkeit der Rohre bei Schadensfällen eine Ersatzleitung mit aufgefahren, so dass 3 DN 1000 nebeneinander geführt werden müssen. Ziel der Vorplanung war es, eine fundierte, machbare und kostengerechte Trassenentscheidung als Voraussetzungen für die Genehmigung des Gesamtprojektes zu erarbeiten. Gegenstand der Ingenieurleistungen war die Vorplanung, die Ermittlung der voraussichtlichen Herstellkosten auf Basis einer Kostenschätzung einschließlich Risikoanalyse sowie eine Abschätzung des Zeitrahmens zum Bau der Transportleitung. Die Gesamttrasse wurde in 5 Lose eingeteilt und alle relevanten Trassenvarianten innerhalb der einzelnen Lose wurden auf ihre Realisierbarkeit geprüft.