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Auftraggeber:
BP Oil Deutschland GmbH (jetzt H & R Ölwerke Schindler GmbH)

Ausführungszeit:
1997-2001

Baukosten:
ca. 0,8 Mio. €

WKP-Leistungen:
Objektplanung nach § 55 (2-6, 8) HOAI,
Tragwerksplanung nach § 64 (2, 3) HOAI,
Baubegleitende technische Beratung
Das Anlagengelände der BP Oil Deutschland GmbH befindet sich in Hamburg-Neuhof und liegt an der Neuhöfer Brückenstraße. Gegenstand der Planung ist die südlich der Neuhöfer Brückenstraße auf dem Anlagengelände gelegene Sohlplatte der Extraktionsanlage II (EXII-Anlage). Die EXII-Anlage ist eine Prozess-Anlage mit diversen Behältern, Rohrleitungen, Pumpen etc. Die Abmessungen dieser Prozess-Anlage betragen ca. 30 x 80 m. Die vorhandene Sohlplatte der Prozessanlage war instandsetzungsbedüftig.
Im Rahmen der Instandsetzungsplanung waren die vorhandenen Sohlplatten in Pflaster- und Betonbauweise durch flüssigkeitsdichte Betonsohlen zu ersetzen. Die Planung der Sohlinstandsetzung der EXII-Anlage war ausgerichtet auf die bestehenden Verhältnisse der Anlage und den vom Auftraggeber gestellten Anforderungen an die neue Sohle und das neue Entwässerungssystem der EXII-Anlage. Die gesamte Fläche sowie mehrere bestehende Auffangwannen waren ganzheitlich als Auffangwanne nach dem WHG § 19 und den VAWs auszubilden. Die vorhandenen Entwässerungsleitungen wurden durch neue Leitungen ersetzt.
Die Gesamtbaumaßnahme erfolgte in 5 Bauabschnitten im Zeitraum von 1997 bis 2001. Die Planung als auch die Bauausführung stellten sich schwierig dar, weil sämtliche Arbeiten im laufenden Betrieb der Prozessanlage zu erfolgen hatten. Die Beaufschlagung der Sohlfäche mit Furfurol bei kurzeitigen Temperaturen von 150° C sowie Heißdampf bei 90° C waren die maßgebenden Parameter für die Definition des Betons und sonstiger Baustoffe. Die Maßnahme wurde gutachterlich begleitet. Die Bauqualitäten der Stoffe und die Ausführung der Beton-, Fugen- und Sielherstellung wurde durch ein Eignungszulassungsverfahren und eine fachkundige, erfahrene Bauüberwachung sichergestellt.