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Auftraggeber:
Deutsche BP Aktiengesellschaft (jetzt H & R Ölwerke Schindler GmbH)

Ausführungszeit:
2000-2006

Baukosten:
ca. 1,6 Mio. €

WKP-Leistungen:
Objektplanung nach § 55 (2-6, 8) HOAI,
Tragwerksplanung nach § 64 (2, 3) HOAI,
Baubegleitende technische Beratung
Die VDU-Anlage ist eine Prozessanlage mit einer Größe von ca. 62 x 75 m auf dem Anlagengelände der Deutschen BP Aktiengesellschaft in Hamburg Neuhof. Diverse Behältern, Apparaturen, Rohrleitungen, Pumpen etc. sind Bestandteil der HBV-Anlage, die mit Stoffen in der Wassergefährdungsklasse 1 und 2 eingestuft sind. Die Zielsetzung der Planung war es eine kostengünstige, wirtschaftliche und dauerhafte Wannenkonstruktion zu entwerfen. Diese Wanne muss den chemischen, mechanischen, thermischen und physikalischen Beanspruchungen standhalten können und benutzt und gewartet werden. Die vorhandene Sohlplatte waren instandzusetzen.
Im Rahmen der Instandsetzungsplanung waren die vorhandenen Sohlplatten in Pflaster- und Betonbauweise durch flüssigkeitsdichte Betonsohlen zu ersetzen. Die gesamte Fläche war als Auffangwanne nach dem WHG § 19 und den VAWs auszubilden. Die vorhandenen Entwässerungsleitungen wurden durch neue Leitungen ersetzt. Die Gesamtwannenkonstruktion muss flüssigkeitsdicht und ölbeständig sein. Die verwendeten Materialien müssen einer kurzfristigen Temperatur von ca. 90° C standhalten können. Die Leitungen zum Ableiten der Prozessflüssigkeiten sind für Temperaturen bis 130° C auszulegen. Bei der Tragfähigkeitsermittlung der Wannensohle waren in Teilbereichen wie z.B. der vorh. Straße Belastbarkeiten für SLW60 und Einzellasten bis 10 to zu berücksichtigen. Im Bereich anderer befahrbarer Flächen ist ein Gabelstaplerverkehr berücksichtigt worden.
Die Gesamtbaumaßnahme erfolgt(e) in 5 Bauabschnitten im Zeitraum von 2000 bis 2006. Die Planung als auch die Bauausführung stellten sich schwierig dar, weil sämtliche Arbeiten im laufenden Betrieb der Prozessanlage zu erfolgen hatten. Infolge dessen wurden in Teilbereichen neben FDEBetonbauweisen auch Stahlfaserbetonbauweisen ausgeführt. Kontaminierte Böden wurden fachgerecht entsorgt. Es wurden alle nötigen Maßnahmen eingeleitet, die nach den strengen Vorraussetzungen des Wasserhaushaltes notwendig sind, um die Umwelt zu schützen.