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Auftraggeber:
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Berlin

Bauzeit:
2004 bis 2005

Baukosten:
ca. 4,8 Mio. EUR

WKP-Leistungen:
Schadensaufnahme,
Objektplanung nach § 55 (3, 6) HOAI,
Prüfung Straßenführung,
Planung Außenabdichtung
Der Straßentunnel Alexanderplatz wurde 1969 dem Verkehr übergeben. Er führt die Bundesstraße B1 unter dem Alexanderplatz in Nord-Süd-Richtung. Aufgrund der damaligen Konstruktionsregeln und der betontechnologischen Möglichkeiten der DDR-Baufirmen ermöglichte die Ausführungsqualität nicht die vorgesehene Lebensdauer von 80 Jahren. Durch zwischenzeitlich nicht erfolgte Sanierung der Schäden sind betontechnologische Zerstörungen eingetreten, die aus Gebrauchs- und Standsicherheitsaspekten eine Instandsetzung dringend erforderlich machen.
Bauwerksschäden:
  • Chloridbelastung der seitlichen Wände im Rampenbereich 6-fach zu hoch sowie hohe Chloridbelastung der Fertigteilelemente der Decke im Verwirbelungsbereich
  • Karbonatisierungstiefe in Rampenwänden und Gesims 2-fach höher als normal.
  • Ausbrüche im Rampenbereich bis 25 cm Tiefe (Wandstärke 40 cm)
  • Schädigungsbereich Rampe Nord bis 60 % bzw. Rampe Süd bis 20 % der Wandfläche.
  • Gesamtschädigung des Gesimses durch Beeinträchtigungen von beiden Seiten
  • Wasserführende Fugen im Deckenbereich
Instandsetzungskonzept:
  • Sanierung von Betonbauteilen nach ZTV-SIB
  • Neubau des Gesimses
  • Brandschutzdecke einbauen
  • Sicherheit in den Pumpenräumen durch gasdichte Abdeckung
  • Einrichten einer blendfreien Beleuchtung
  • Herstellen einer neuen Gradiente zur Erlangung einer Durchfahrtshöhe von mind. 4m.
Bauwerksabmessungen:
  • Tunnel mit zwei getrennten Fahrbahnen mit je zwei Fahrstreifen
  • Bauwerkslänge mit Rampen 660 m
  • Tunnellänge 290 m
  • Verkehrsaufkommen 60.000 KFZ / 24 h