FB
headerbild
Beraten, Planen, Prüfen
- Leistungen, auf die man bauen kann!
Bauherr und Auftraggeber:
Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen, Berlin

Bauzeit:
Sommer 1992 bis Herbst 1995

Baukosten:
ca. 7,2 Mio. €

WKP-Leistungen:
Projektsteuerung nach § 31 HOAI,
Objektplanung nach § 55 HOAI,
Bauüberwachung nach § 57 HOAI,
Tragwerksplanung nach § 64 HOAI,
Denkmalschutz
Der U-Bahnhof Warschauer Brücke wurde 1902 als Kopfbahnhof mit vier Gleisen errichtet. Der Bahnhofsbereich beginnt an der Rudolfstraße mit einem kleinen Eingangstrakt, einer querliegenden Empfangshalle in verglaster Eisenfachwerkkonstruktion und einer anschließenden ca. 58 m langen Bahnsteighalle. Der Bahnhof ist über den Gewölben der Viaduktanlage Warschauer Straße gebaut. 1961 wurde der Bahnhof im Zuge des Mauerbaus außer Betrieb genommen. Der Bereich des Bahnhofes wurde bis OK-Bahnsteig aufgefüllt, eine Betonbefestigung aufgebaut, die Überdachung ringsum mit Wellblech eingehaust, so dass eine Lagerhalle entstand. Das ehemalige Stellwerk wurde als Bürogebäude genutzt.
Im Bereich des U-Bahnhofs wurden drei Bahnhofsgleise aufgebaut (zwei Hauptgleise, ein Nebengleis). Der ehemalige Bahnhof wurde komplett instand gesetzt und in Teilen umgestaltet. Es entstand innerhalb der Bahnhofshalle ein neuer Mittelbahnsteig (Bstg. A) mit den Gleisen 1 und 2, außerhalb der Bahnhofshalle wurde ein behelfsmäßiger Seitenbahnsteig (Bstg. B) vorgesehen, an dem das dritte Gleis (Nebengleis) liegt. Außerhalb der Halle wurden die Bahnsteige aus Betonfertigteilen errichtet. Im Zuge von bahnorientierter Konzeptänderung waren die Bereiche kostengünstig rückbaubar. Der Bahnsteig A außerhalb der Halle und der Seitenbahnsteig B auf der gesamten Länge wurden nicht überdacht. Die Bahnsteiglänge beträgt mit 110 m sowie der vorgeschriebenen Entwicklungslänge von Prellbockaufstellungen und Durchrutschweg (9+11=20 m) insgesamt 130 m. Bahnsteig A hat eine Breite von 3,00 m bis 7,90 m, der Bahnsteig B wurde von 6,50 m auf 2,10 m Breite verjüngt. Der Bahnhof erhielt durch einen Aufzug und eine Rampe eine behindertengerechten Zugang. Gleichzeitig wurde eine verlassene Werkshalle der Glühlampenfabrik NARVA zur achtgleisigen Aufstellhalle umgebaut, einschließlich der erforderlichen Gleisbrückenanlagen. Die Wiederherstellung erfolgte in Zusammenarbeit mit den Denkmalschutzbehörden.